Geschichte
Geschrieben von: Administrator
Samstag, den 16. Februar 2013 um 19:45 Uhr
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Der Ursprung des Schlosses Oberndorf liegt im Dunkel der Geschichte. Sicher ist jedoch, dass es die Stammburg der Marschälle von Oberndorf war. Urkundlich erwähnt wird es bereits im Jahre 1342.

Im Jahre 1533 verkaufte der letzte Marschall von Oberndorf das Schloss an das reiche Kaufmannsgeschlecht der Fugger. Das bestehende Schloss entsprach den Fuggern jedoch nicht, sodass sie 1540 ein neues Schloss erbauten, welches als „herrlicher Edelmannssitz“ bezeichnet wurde. Zusätzlich wurde ein Wasserwerk eingerichtet, sodass die gesamte Anlage ringsum von Wasser umgeben war, also ein Wasserschloss darstellte.

Die Pracht dauerte jedoch nicht lange. Im 30-jährigen Krieg wurde das neue Schloss vollständig  vernichtet und von den drei Flügeln des alten Schlosses blieben nur zwei bestehen. Nach der massiven Zerstörung verfiel das Schloss in einen Dornröschenschlaf, bis es im Jahre 1819 wach geküsst wurde. Die Ruinen wurden bis auf die noch heute bestehenden Grundmauern abgetragen, der Wassergraben wurde zugeschüttet, das vorgelagerte Treppenhaus entstand, im südlichen Rundturm wurde eine Hauskapelle errichtet und der Schlosspark wurde angelegt.
Heute besticht das Schloss, welches im Laufe der Jahre von Grund auf renoviert wurde, durch seinen von der Renaissance getragenen Baustil und seine einzigartige Lage am Waldrand in der Lechlandschaft.

 

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 18. Februar 2013 um 18:46 Uhr